Innerhalb der Organisation, die als „Gemeinde“ bezeichnet wird und schließlich durch die im Laufe der Zeit gebildete Gruppenkultur und Verhaltensmuster, durch das zusammen kommen der Menschen zum Leben erweckt wurde, erlebte die „Gemeinde“ nach dem 15. Juli 2016 ein „Trauma“, dass sowohl strukturelle als auch individuellen Nachwirkungen aufweist.
Wir beabsichtigen nicht, eine soziologische Analyse der Struktur, die auch als Hizmet-Bewegung bezeichnet wird, von Anfang bis Ende vorzunehmen. Wir versuch eine Antwort auf folgende Frage zu finden, die jedermann in den Sinn kommt. Nach den veröffentlichten Artikeln und Beiträgen zu der Rolle der geheimen Struktur der Gemeinde nach dem 15. Juli haben die Gemeindemitglieder, mit ihren Mitteilungen und Ansätzen, dass man als “Verteidigungsreflex der Führung“ bezeichnen kann, diese Frage in Erinnerung gerufen; “Warum beharren so viele Leute darauf den “Hodjaefendi”, als unschuldig, sündlos, fehlerlos und perfekt zu sehen und erklären die Ursache der erlebten Probleme mit dem Unbekannten, abstrakten Feinden und indirekten Erklärungen?
Dabei darf nicht vergessen werden, dass die „Gemeinde“ grundsätzlich über ein multivariables aber diszipliniertes Bildungsmodell verfügt. Sie wurde seit den 1970er Jahren erstellt und eingerichtet und diese Methodik, wenn auch in unterschiedlicher Intensität besteht, wurde es in allen Einrichtungen der „Hizmet“ angewandt. Der Anwendungsbereich, wo diese Methodik, literarisch ausgesagt, „das Schaffen eines neuen Menschen“, mit den strengsten Regeln und der größten Disziplin angewandt wurde, war bei den Vorbereitungsprozessen für die „speziellen Hizmet/ geheimen Einheiten“.
Um konkreter zu werden; Die erwartete zu erreichende „Konsistenz“ von den Schülergruppen von der 2. Klasse bis zum Ende der 3. Klasse der Sekundarstufe, die in den Gemeindehäusern erzogen und Nachhilfe erteilt bekommen haben wurde, in den 1980er Jahren (vermutlich 1986), wie in einem Benutzerhandbuch eines sehr komplexen Systems, Schritt für Schritt, Thema um Thema und Stufe für Stufe erklärt und in eine Disziplin/ein System eingebunden. Man nannte es „Lehrplan“. Die Begriffe können je nach Ort und Zeit variieren. (Es wird auch als TAHŞİDAT-Heft (gesammeltes) bezeichnet.)
Dieser Lehrplan war ein Dokument, zu dem nur eine begrenzte Zahl von Verantwortlichen in den Regionen/Städten Zugang hatte. Relevante Teile des Lehrplans wurden den großen Brüdern der Gruppe, die sich für den Sekundarschuldienst beschäftigten, von den „regionalen Schülerbetreuern“ in den wöchentlichen Sprechstunden und ihnen von den „großregionalen Schülerbetreuern“ in den wöchentlichen Sprechstunden übermittelt. Der Lehrplan beinhaltete Details, welche Kapitel aus welchen Büchern nach den Gebeten zu lesen waren, welche F. Gülen Kassetten anzuhören sind, Überschriften in der „Tahşidat“ waren Themen wie Geheimnisbewahrung/ Loyalität/ Treue/ Gebet/ Risala/ Hodjaefendi und in welcher Reihenfolge diese Behandelt werden und in den Köpfen der Schüler verankert werden sollen und wie der Kontakt zu den Familien der Schüler sein soll. (Wir möchten auch ankündigen, dass wir das Lehrplanheft in Zukunft in Abschnitten auf unserer Webseite veröffentlichen werden.)
Während jetzt innerhalb der Gemeinde vieles hinterfragt/kritisiert wird, kann man die Antwort auf die Frage warum F. Gülen davon ausgeschlossen ist, einfacher Verstehen, wenn man betrachtet wie in den Gemeindehäusern den Kindern/Jugendlichen F.Gülen erzählt wird. Es kann gesagt werden, dass das „Hodjaefendi“ Image, welches in die Köpfe eingraviert wurde, der einzige in ihrer Gedankenwelt schützenswerte Begriff wie ein reines/sauberes/weißes Blatt für diejenigen war, die bis zu diesem Punkt, all ihre Jahre der Gemeinde und der Hizmet gegeben haben, in verschiedenen Aufgabengebieten wie unten-mitte-oben sowie geheim/zivil, mit ihren Schwierigkeiten/Problemen tätig gewesen waren. Man kann sagen, dass den “Hodjaefendi” aufgeben, ihn kritisieren, seine Fehler erwähnen, die Grenze dieser Menschen war, was sie für sich gezogen hatten. Sie wollten diese Grenze nicht überschreiten, weil hinter der Grenze ein großer dunkler, Sauerstoff loser, fast ein Weltraum war.
Kommen wir zum Kapitel „Warum behandeln wir den Tahşidat des Hodjaefendi?” des Lehrplans.
Die Überschriften der Kapitel sind folgendermaßen aufgelistet:
1. Warum behandeln wir den Tahşidat des Hodjaefendi?
2. Wie werden wir Hodjaefendi (HE) bekanntmachen?
2.1 Nachahmungsmethode
2.2. Beliebet machen seiner Ideen
3. Angelegenheiten auf die man aufpassen muss bei der Bekanntmachung von HE
3.1. Betrachtung des HE aus dem wissenschaftlichen Aspekt
3.2. Betrachtung des HE aus dem sportlichen Aspekte
3.3 Betrachtung des HE mit seinem Gedächtnis und seiner Intelligenz
3.4 Betrachtung des HE mit seiner spirituellen Seite
3.5. Wie können wir die Kassetten von HE den T (Schülern) einbringen
Was unter diesen Überschriften in dem Dokument steht, zeigt, wie ernst das Thema ist, wie systematisch es ist und dementsprechend schwierig ist dagegen anzukämpfen. Beim Lesen der Schriften sollte man die Kindheit hochrangiger Offiziere, Polizeichefs, Bürokraten, Gouverneure und Diplomaten überdenken und sich vorstellen wie der Zustand ihres Unterbewusstseins ist gegenüber so viel Kenntnis/Fülle/Lebenslauf. Während dieses beispielhafte Dokument als Notiz in die Geschichte eingeht, sollten wir unbedingt folgende Frage stellen: Haben wir keine Kenntnis davon, dass F. GÜLEN sich den Kindern und Jugendlichen auf diese Weise/mit diesem Inhalt/mit dieser Methode seit etwa 35 Jahren erzählt?
