Ich als Lehrer, der nach dem 15. Juli 2016 ausgeschlossen wurde mit der Begründung, dass ich Verbindung und Verknüpfungen mit der Gemeinde besitze, möchte meine Betroffenheit und meine Erwartungen für die Zukunft mit ihnen teilen. Ich hoffe, dass diese Mitteilung für die Erhörung des Schadens und der Wiedereinstellung derjenigen, die als Verordnungsbetroffene wie ich wirklich unschuldig sind, denen Unrecht getan wurde und es für die Wiedereinstellung der Unschuldigen in ihre Arbeitsplätze eine wichtige öffentliche Meinung darstellen wird.
Meine Lebensgeschichte
Ich wurde 1987 in Niğde/Bor geboren. Während des Universitätsvorbereitungsprozesses habe ich mich zwei Jahrelang mit einem Stipendium in Niğde im Nachhilfekurs mit dem Namen, Serhat Dershanesi auf die Prüfung vorbereitet. 2007 erlangte ich den Studienplatz für Sozialwissenschaften an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Ankara und schloss 2011 meinen Abschluss an derselben Fakultät ab. Ich blieb während meiner gesamten Universitätsausbildung im KYK (Behörde für Studentenkredite und Wohnheime) Studentenwohnheim, weil mein Vater sich von der GÜLEN-Gemeinde fernhielt.

Jedenfalls wollte ich an der Universität nicht im Gemeindehaus oder Wohnheim bleiben, weil mein Nachhilfelehrer im Gymnasium ständig mich zu ihm nach Hause einlud, um mit mir zu reden und er darauf bestand das ich im Haus der Gemeinde bleibe. Jedoch befanden sich unter meinen vertrauten Freunden in unserer Klasse an der Fakultät welche die in den Gemeindehäusern wohnten und sie luden mich oft zum Abendessen zu sich nach Hause ein. Um meine Freunde, die ich für aufrichtig halte, nicht zu kränken, ging ich in der ersten und zweiten Klasse ein paarmal mit ins Haus der Gemeinde.
Nach meinem Universitätsabschluss besuchte ich einen Nachhilfekurs, der nichts mit der Gemeinde zu tun hatte, in Ankara und bereitete mich auf die Prüfung für die KPSS (Auswahlprüfung für Beamte) vor und gemäß meinem KPSS-Prüfungsergebnis im Jahr 2012 begann ich meinen Arbeit als Sozialkundelehrer in Konya. Nach den Eingebungen des Vizestudienrats der Schule wurde ich 2013 Mitglied der rechtlich gegründeten und agierenden Gewerkschaft Aktif Eğitimciler (Aktive Erzieher).
Ferner hatte mein Hausbesitzer dessen Mieter ich war in Konya, ein Konto bei der Bank Asya, um von den EFT Kosten für die Mietüberweisung zu vermeiden habe ich auch 2012 ein Konto bei der Bank Asya eröffnet. Bis die Bank Asya der TMSF (Banken Aufsicht) übergeben wurde habe ich meine Mietzahlungen über die Bank Asya überwiesen. Mein Konto wurde eingefroren, als die Bank geschlossen wurde.

Nach den Operationen der Bürokraten der Gemeinde vom 17./25. Dezember gegen die Regierung eskalierte der Kampf zwischen der Gemeinde und der AKP und ich löschte kurze Zeit danach meine Mitgliedschaft in der Aktif-Sen. Trotzdem wurde ich, während ich nach dem Putschversuch am 15. Juli als Sozialkundelehrer in Konya arbeitete, am 1. September 2016 mit dem Dekret Nr. 672 aus meiner Stellung entlassen.
Nach meiner Absonderung konnte ich trotz meiner ständigen Bemühungen etwa anderthalb Jahrelang keinen Arbeitsplatz mit Versicherung finden. Später versuchte ich meinen Lebensunterhalt, indem ich als Bauarbeiter in umliegenden Städten wie Niğde, Ankara und Eskişehir arbeitete zu verdienen. Ich arbeite seit zwei Jahren in einem Bekleidungsgeschäft, dass nur für das nötigste reicht. Da ich aber bisher nirgends als Versicherter arbeiten konnte, hatte ich ernsthafte Probleme bei den Gesundheits- und Krankenhausbearbeitungen.
Obwohl ich bei der Notstandskommission einen Antrag gestellt hatte, lehnte die Kommission meinen Antrag zwei Jahre später mit der Begründung ab, dass ich Mitglied von Aktif-Sen sei, ein Konto bei der Bank Asya hatte und den Nachhilfekurs der Struktur, die als Gemeinde bekannt ist besuchte und teilte mit, dass ich deswegen in Verbindung und Verknüpfung mit der FETO stehe.

Gegen die Entscheidung der Notstandskommission habe ich beim Verwaltungsgericht eine Aufhebungsklage erhoben. Aber auch das Gericht der ersten Instanz und das Berufungsgericht gaben der Notstandskommission recht und lehnten meinen Antrag auf die Rückkehr, in den von mir so geliebten Lehrerberuf, nach drei Jahren ab. Ich habe mich dann an das Widerrufungsgericht gewandt. Leider bin ich noch auf keinen Verordnungsbetroffenen gestoßen, der ein Ergebnis vom Widerrufungsgericht erhalten hat.
Meine Freunde an meiner Schule und Universität, insbesondere meine nahen Verwandten, die meinen Anrufen nicht antworteten wurden mehr zu Problem als die wirtschaftlichen. Aufgrund sozialer Ausgrenzung, der ich ausgesetzt war als Verordnungsbetroffener hatte ich eine Zeitlang mit einigen psychologischen und geistigen Problemen zu kämpfen. Da die finanzielle Situation meiner Familie mäßig war, konnten sie mir nicht viel helfen. Sie haben eine sehr schwierige Zeit durchgemacht, wegen der Schwierigkeiten, die ich durchgemacht habe.

Als eine Person, die an staatlichen Schulen von der Grundschule bis zur Universität studierte, Mitglied einer vom Staat gesetzlich zugelassenen Gewerkschaft war und ein Konto bei einer rechtlichen Bank eröffnete, war ich von meinem Staat und meiner Nation schwer enttäuscht, da ich auf diese Weise allein gelassen wurde. Außerdem konnte ich aufgrund der Probleme, die ich nach dem 15. Juli erlebte, nicht heiraten und ein neues Zuhause gründen und nicht einmal neue Freunde/Umgebungen finden. Als ein etatistischer und konservativer Staatsbürger in den mittleren Jahren möchte ich nicht meine verbliebende Lebenshälfte, falls Allah mir Lebenszeit gibt, in einer sozialen Isolation verbringen als Verordnungsbetroffener.
Die Erlittenen Schädigungen von Dekretsbetroffenen
Als ein Verordnungsbetroffener möchte ich auch über persönliche Schwierigkeit und von manchen Abgesonderten innigen Freunden von mir, mit denen ich geredet habe und über die generellen Probleme der Dekretsbetroffenen, soweit ich aus den sozialen Medien in Erfahrung bringen konnte, erzählen.
Dies sind zusammengefasst folgende Schwierigkeiten, die die Verordnungsbetroffenen erlebt haben:
Nicht versicherter in einem privaten Unternehmen arbeiten zu können,
Nicht in privaten Unternehmen beschäftigt zu werden, die eine Beziehung zum Staat haben,
Hindernisse bei der Erlangung oder Erneuerung einer zusätzlichen beruflichen Lizenz,
Nicht in der Lage zu sein, das in Spezialfonds angesammelte Geld abzuheben,
Probleme bei dem Aufnehmen von Krediten bei Banken,
Probleme bezüglich der Beantragung von Stipendien oder der Unterbringung der Kinder in Studentenwohnheimen von Verordnungsbetroffenen,
Psychische und körperliche Probleme wegen sozialer Isolierung,
Hindernisse bei der Anmietung einer Wohnung und nicht in der Lage sein, bei den eigenen Immobilien zu sparen,
Einschränkung bei dem Ausstellungsrecht eines Reisepasses,
Behandlungsprobleme usw.
Ist Jeder Verordnungsbetroffener Einer von der Gemeinde?
Soweit ich den sozialen Medien und der Öffentlichkeit entnehmen kann, gibt es eine beträchtliche Anzahl von Personen, die nicht strafrechtlich verfolgt wurden, deren Verfahren eingestellt oder freigesprochen wurden, nachdem sie in der Kategorie „mit FETO in Verbindung und Verknüpft“ bewertet und abgesondert wurden. (Ich denke, die genaue Zahl der aktuell keiner gerichtlichen/ strafrechtlichen Verfolgung unterzogen der nicht strafrechtlich verfolgten oder der freigesprochen der Dekretsbetroffenen kann über die Notstandskommission leicht bestimmt werden.)
Darüber hinaus werden momentan die Ermittlungen bei der Notstandskommission von etwa 11.000 Personen fortgesetzt, da von den Institutionen, wo sie arbeiten, die Ansichten und Bewertungen erwartet werden,
Gemäß dem strafrechtlichen Grundsatz dar “Persönlichkeit der Tat” ist jeder Einzelne in der Gesellschaft für seine eigenen Fehler und Mangelhaftigkeit verantwortlich und kann nicht für die rechtswidrigen Handlungen/Verbrechen seiner Eltern, Geschwister, nahen Verwandten, Verwandten/ Bekannten, zu denen er soziale Beziehungen hat, eine Gruppe/Partei/Gemeinschaft/Bewegung, in Rechenschaft gezogen werden.
Aus diesem Grund steht die Benennung von ca. 125.000 Verordnungsbetroffen als FETO-Mitglieder im Widerspruch zu diesem grundlegenden Rechtsprinzip. Sollen für die Taten/Sünden der Dekretsbetroffenen, die in der speziellen/geheimen Gemeinde der Hizmet sich befanden und mit organisatorischer Motivation handelten, diejenigen, die nicht einmal eine gerichtliche Strafverfolgung durchliefen oder falls doch nicht strafrechtlich weiter verfolgt oder freigesprochen wurden, obwohl sie als ein Erfordernis des modernen sozialen Lebens sich in Verbindung mit den Mitgliedern der Gemeinschaft, deren Unternehmen, deren Gewerkschaften und Institutionen begeben mussten, sühnen.
Man sollte diejenigen, die als Mitglied der parallelen Staatsstruktur auf Anweisung ihrer geheimen (mahrem) Imame/Brüder in der Gemeinde handelten, Bylock nutzten, Geld von ihrem Gehalt spendeten (himmet), mit der Anweisung von GÜLEN ihr Vermögen oder Geld von anderen Banken abhoben und an der Bank Asya anlegten, um zu verhindern, dass diese Pleite geht usw. und damit organisationsbezogenes handeln zeigten nicht auf die gleiche Waagschale mit denen legen, die aufgrund der Bedingungen des modernen Lebens Kontakte/Verbindungen zu Mitgliedern der Gemeinde herstellen.
Denn das zusammenlegen und die Verurteilung von Dekretsbetroffenen in einem Topf, deren bewusste und freiwillige Handlungen-Aktionen inhaltlich und gegenständlich im Namen der Organisation rechtskräftig eine Straftat sind mit den Dekretsbetroffenen, die keine organisationsbezogene Haltung/Stellung darlegten oder nichts mit der Organisation nahen oder Fernen zutun hatten verletzt das Gewissen.
Meine Erwartungen für die Zukunft
In den letzten Tagen begannen einige politische Parteiführer ernsthaft darüber zu reden, dass wenn sie an die Macht kommen, alle Verordnungsbetroffenen an ihre Arbeitsplätze zurückversetzt werden und ihr Schaden wieder gut gemacht wird. Als ein Dekretsbetroffener glaube ich nicht daran, dass eine politische Formation oder Gruppe, die bis jetzt keine konkrete Unterstützung bei der Behebung der Missstände, die wir erlebet haben als Verordnungsbetroffene geleistet hat es ernst meint mit der Behebung von Beschwerden der Dekretsbetroffenen und denke, dass die Parteien, die in den letzten Tagen begonnen haben sich häufig über Verordnungsbetroffene zu äußern, eine populistische Haltung eingenommen haben.
Da die politischen Parteien die ca. 125.000 Dekretsbetroffenen, ohne eine Unterscheidung zu machen, als potenzielle Wählerstimmen für die nächste Wahl betrachten, verteilen sie Hoffnungsschimmer mit populistischen Aussagen, die keine administrative und rechtliche Infrastruktur besitzen, zur Wiedereinstellung der Dekretsbetroffenen.
Denn selbst, wenn die derzeitige Regierung wechselt, gibt es ungefähr 80.000 Dekretsbetroffene, deren Mitgliedschaft in keiner politischen Partei verurteilt wurden oder deren Prozess noch weiterläuft und ich glaube nicht, dass man für die Wiederherstellung aller Initiative ergreifen wird.
Ferne denke ich, dass Dank der öffentlichen Meinung, die die Dekretsbetroffenen mit den Aktionen und Protesten, die sie durchführen werden, es schaffen werden, vor allem die derzeitige Regierung und die politischen Parteifunktionäre in unserem Land ohne weiteren Zeitverlust dazu zu gebracht werden, dass für die Wiedereinstellung der Dekretsbetroffenen, -die wegen Zugehörigkeit zu der Organisation Abgesondert, Freigesprochen oder das Verfahren gegen sie eingestellt wurde-, gemeinsame konstruktive Gespräche aufgenommen werden. Ich denke, dass mit der nacheinander folgenden Wiedereinstellung der Verordnungsbetroffenen, die nicht wegen Mitgliedschaft in der Organisation vor Gericht gestellt oder verurteilt wurden und sich in der Verbindungs- und Verknüpfungssituation befinden, die soziale Polarisierung in der Gesellschaft verringern und der soziale Frieden und die Toleranz zunehmen wird.
