
Am Vorabend des Opferfestes ist es unmöglich, die Bedeutung der „Opfer-Andacht“ für die Hizmet nicht zu erwähnen, die die Hingabe und die Annäherung an Gott ausdrückt. Wie alle sozialen Strukturen hat auch die „Hizmet” solche wichtigen Daten/Tage wie das Opferfest als eine wichtige Gelegenheit angesehen, um viele Gewinne im Einklang mit seinen eigenen Idealen zu erzielen und entwickelte eine Reihe von Praktiken rund um das Ideal der “Hizmet” in dieser Richtung.
In der E-Mail zum Opferfest wurde von Verwaltern, Freiberuflern, Eltern von Schülern, kurz gesagt von jedem, das Sammeln von Opferfleischanteilen und das Versprechen für die Schenkung der Opferfälle zu bekommen, aufgerufen. Am Tag des Opferfestes sollen die Verwalter, Ladenbesitzern, Eltern der Schüler der Schüler Bezirk für Bezirk, Stadtteil für Stadtteil, Felle der Opfertiere sammeln. In den Regionen in denen sie sich aufhalten sollten sie am Festtagsgebet in der Moschee oder im Studentenheim teilnehmen und gegenseitig zum Fest gratulieren, an den gemeinsamen Frühstücken teilnehmen sowie beim Schlachten am Opferplatz helfen etc. … Wenn man dies alles bewertet, war das Opferfest eine Zeit, in der die Hizmet, die Bindungen zwischen denen stärkte, die ihr Herz ihr gegeben hatten und in der die dringenden Bedürfnisse der Regionen mit den gesammelten Opferfellanteilen getilgt wurden.
In den Himmet-Treffen (Spendentreffen), Gesprächsgruppen, Treuhändertreffen, kleineren Gesprächskreisen und sogar in geheimen Hizmettreffen war „Opferfest“ eine wichtige Tagesordnung. Auf jeden Fall wurde das „Sarıyer-Opferfest-Gespräch“ angesehen/gezeigt und das Gefühl der Zugehörigkeit/des Wohlwollens wurde dadurch verstärkt. Wie immer von Anfang an geben unsere gutseligen und mutigen Menschen ihr Bestes, um mit Gefühlen wie „Unterstützung für Wohnheime, arme Studenten, einer Generation mit Glauben” zu helfen, und nicht nur das, falls es nötig ist fährt man sogar in seinem Luxusauto und sammelt Opferfelle. Das Opferfest ist selbst in den schwierigsten Tagen einer der unverzichtbaren Hizmet (dienst) Aufgaben.
Während unsere Menschen mit diesen aufrichtigen Gefühlen sich so viel aufopferten, gibt es auch ein unsichtbares Gesicht des Opferfestes in der Gemeinschaft drin. Wie es in den letzten Jahren auch in der Öffentlichkeit an den Tag kam, wurde in den Regionen/Großregionen/Provinzen die gesammelten Opferanteile, zu einer Quelle für ihre eigenen Ausgaben/Bedürfnisse/Fonds gemacht. Die meisten Gelder, die als Gebühren für die im Ausland gebrachten Opfertiere eingenommen wurden, habe man meistens für solche Ausgaben genutzt. In Afrika wurden viel Opfertiere billiger gekauft als angegeben oder nur ein Teil des gesammelten Geldes wurde für die Schlachtung genutzt und durch die Organisation von Reisen in afrikanische Länder und östliche Provinzen während der Opferfeste für Händler-/Treuhändergruppen aus der Türkei, wurden die Überzeugungs-/Zugehörigkeitsgefühle verbessert. An vielen Orten wurde sogar denjenigen die etwas Fleisch von ihren Opfertieren verlangten, Fleisch, von Rindern verpackt und zurechtgemacht, die zwei Tage vor dem Opferfest geschlachtet worden waren. Zusammenfassend fand die Andacht, die nach dem Festgebet durchgeführt werden sollte nicht statt.
Die Anführer und religiösen Führer in der Hizmet haben im Laufe der Zeit die Annäherung an die Ausweichung/Lizenzierung immer einen Schritt weiter ausgebaut und das hat dazu geführt, dass das Vertrauensgefühl der Personen mit denen man sich Beschäftigte und von den Menschen in der Hizmet geschädigt wurde und man begonnen hat zu hinterfragen. Die Sensibilität in den ersten Jahren in der Opferfest Sache degenerierte im Laufe der Zeit, wie in vielen anderen Angelegenheit. Materielle Angelegenheit, die ein legitimes Instrument für den „Gedanken des Hizmet“ hätten sein sollen, wurden zum Ziel gemacht. Diese „pragmatische“ Mentalität, die uns aus geheimen Hizmet (Mahrem Hizmet) Praktiken nicht fremd ist und kein Scheitern akzeptiert und beim Resultat nicht zwischen erlaubten und verbotenen unterscheidet, hat den Nährboden für die Katastrophen und Missstände für diejenigen, die ihr Herz der Gemeinde gegeben haben, vorbereitet. Von dem Leitspruch „Gott wird euch nicht ändern, wenn ihr euch nicht ändert“ ist keine Spur übriggeblieben.
Sollten wir ein Tag vor dem Opferfest nicht die folgende Frage mit einer lauteten Stimme stellen? Wie viele „Ismails“ sollen noch dieser Mentalität zu Opfer fallen?
