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VON DEM AUSERWÄHLT SEIN ZUM ERSCHÖPFUNGSZUSATND (PSYCHOLOGIE DER GEHEIMEN (MAHREM))

Die Wege vieler Menschen haben sich in unterschiedlichen Lebensabschnitten mit den Mitgliedern oder Institutionen der Organisation gekreuzt, die unter den Namen „Gemeinde“ oder „(Hizmet) Dienstbewegung“ bekannt ist. Diese Überschneidungen fanden aus ganz unterschiedlichen Anlässen statt, wie Prüfungsvorbereitungskurse, Studentenwohnheime, Studenten-/Handwerkergespräche. Der von der Öffentlichkeit am meisten diskutierte und kritisierte Teil, der nicht mit Begriffen der „Gemeinde“ erklärt werden kann, sind die oft erwähnten „geheimen Hizmet“.

Wir halten es für sinnvoll, das Thema Gemeinde und geheime Hizmet (Dienstleistung) auf einfache Weise strukturell und historisch zu erläutern. Wir können sagen, dass das viel aussagekräftiger ist als die langen Erläuterungen der “Geheimen”.

Wie aus der Abbildung ersichtlich, spiegelt sich das Verhältnis des Geheimen zum Allgemeinen in den drei Perioden wider, die wir mit den Stadien der Gemeinde zusammengefasst haben – Gesellschaft und Netzwerk. Während das Verhältnis der gesamten geheimen Präsenz generell in der Gemeinschaftszeit am höchsten war, war die Zeit, in der es zahlenmäßig am niedrigsten war, aber diese Situation nahm zu und veränderte sich in der Gemeinschafts- und Netzwerkphase.

Die emotionale und mentale Grundstruktur eingestuft nach Institution und Funktion bei zivilen und militärischen Personen, die im geheimen Hizmet dienten wurde mit Begriffen wie „Auserwählt sein, Mensch mit Mission, Hingabe“ geprägt. Rechnet man dazu die Stimmung „Verschwiegenheit/Vorsicht“ hinzu, stößt man auf eine fast „narzisstische Persönlichkeitsstörung” entstehen Massen mit mehreren Identitäten/Charakteren, die gleichzeitig versuchen zu leben und es zu einem Lebensstil zu machen, ohne es der Außenwelt zu zeigen.

In den geheimen Einheiten war eine Ansichtsform verbreitet, die in den Jahren gelernt/angeeignet wurde, dass sie dank ihrer Mitglieder, die überall und an kritischen Stellen aktiv sind, nicht auf ernsthafte humanitäre Probleme mit ihren Vorgesetzten und/ oder Justiz-/Verwaltungsprobleme stoßen würden, dass diese Probleme von den “Brüdern” mit Vorkehrungsmaßnahmen verhindert werden können und dass sie die Probleme auf jeden Fall mit den geringsten Verlusten überwinden werden.

Während das System diesen Menschen die lebenswichtigste Gelegenheit bietet, ist andererseits der dominierende Faktor, der bei Menschen „Sucht“ entwickelt, die Präsentation des „Unbekannten“ mit dem Geheimen. Vorgesetzte am Arbeitsplatz/Einsatzort, Kollegen, worauf zu achten ist, was zu tun ist, Chancen und Gefahren für Personal und Unbekannte für Personen in verschiedenen Berufen wurden vorgefertigt bereitgestellt.

Die Zeit nach dem 15. Juli und danach erstellte das größte Trauma im Geheimen, dass sie sich der Tatsache stellen mussten, dass dieser “Unbekannte” Schleier geschlossen wurde/nicht mehr zuverlässig ist, dass das “Zahnrad der Hizmet“ nicht so stark ist, wie sie seit Jahren dachten und dass eine unsichtbare Hand sie nicht retten konnte.

Wir haben eine 20-Fragen-Umfrage mit einer Gruppe geheimer Beauftragten im In- und Ausland durchgeführt, die viele Jahre im geheimen Hizmet gedient haben und sich nun außerhalb dieser Organisation definieren, um ihre innere Welt zu verstehen, das Ausmaß zu beschreiben des Traumas, dass sie erlebt haben und ziehen Schlussfolgerungen auf der Grundlage individueller punktueller Feststellungen. Diese Übersichtsstudie ist das Produkt von etwa 6 Monaten Arbeit. Zunächst einmal haben wir uns lange bemüht, über das „Kettenglied“ einen begeisterten und befragungssicheren Gesprächspartner zu erreichen. Es war ein schwieriger Prozess, der sich in Form unserer persönlichen Verbindungen und ihrer Verbindungen aus der Vergangenheit fortsetzte. Das Unbehagen und der Rückzieher der Menschen war natürlich der schwierigste Teil der Arbeit.

Die Teilnehmer waren an verschiedenen militärischen und zivilen geheimen Organisationen verantwortlich, darunter waren Flüchtige und diejenigen, die von effektiver Reuebestimmungen profitieren. Da es unser Ziel ist, eher menschenorientierte Geisteszustände zu erkennen, haben wir versucht, subjektive Fragen zu allgemeinen Themen wie Gemeinde-/Dienstsystematik zu stellen.

Wir denken, dass die Ergebnisse dieser Umfrage auch wichtig sind, um die kollektivistischen/individualistischen Veränderungen von Menschen aufzuzeigen, die seit Jahren in der Gemeinschaftssoziologie leben. Wir haben auch darüber gesprochen, die Umfrage über die sozialen Medien durchzuführen, aber Aufgrund des manipulativen Teilnehmerrisikos bewerteten wir, dass die Durchführung einer so wichtigen Studie unter Personen, die sich Kettenartig kannten, zu realistischeren Ergebnissen führen würde.

Wenn wir die Ergebnisse der Umfragefragen zusammen mit den Grafiken betrachten, kann folgendes als Ergebnis gesagt werden; Die Umfragedaten drücken folgendes aus:

Sie wurden ausgegrenzt und erhielten während ihrer Jahre in der „Hizmet“ nicht genügend Unterstützung, weil sie ihre familiären/verwandtschaftlichen Beziehungen vernachlässigten.

Aufgrund des geheimen Charakters der geschlossenen Gemeinde sind sie von der Realität der Gesellschaft abgekoppelt.

Weil sie im Geheimen sind sehen sie sich als „wichtig“, „auserwählt“ und „in der Pflicht“ an.

Sie sehen die in der Hizmet Zeit verbrachten Universitätsjahre als akademisch und sozial unzureichend an.

Auch in grundlegenden religiösen Praktiken wirkt sich ihre “Gemeinde” Vergangenheit negativ auf sie aus.

Sie glauben, dass der geheime Hizmet (Dienst) eine unsichtbare Hand wie ein Schutzschild für sie tätig ist.

Sie wünschen sich, ihre Kinder- und Jugendjahre gesellschaftlicher, stärker mit Sport und Kunst verbracht zu haben.

Ihr Bruch mit Kollektivismus und Gruppenverhalten erreichte die Ebene der Abneigung.

Sie empfinden Wut auf die geheimen und zivilen Gemeindeverwalter.

Obwohl ihre Erwartungen an eine glückliche Zukunft gering sind, versuchen sie, am Leben für ihre Familien und diejenigen, die sie lieben, festzuhalten.

Sie wollen ihre Vergangenheit komplett vergessen, sie wenden sich diversen Hobbies/Tätigkeiten zu, um sich nicht zu erinnern.

Diejenigen, die im Ausland leben und diejenigen, die in den vergangenen Jahren in geheimen Hizmet gedient haben, haben zwar unterschiedliche Herangehensweisen an bestimmte Themen, stimmen sich jedoch bei der allgemeinen Auswahl bei den Fragen „Trennung von dem Geheimen“, „ein Normalmensch sein“ und „Vergessen der Vergangenheit“ überein.

Sie schätzen sich glücklich, den geheimen Hizmet in irgendeiner Weise verlassen zu haben.

Bei der kritischsten Frage über F. Gülen drückten fast alle ihre Gefühle in der Frage negativ aus.

1- Ich stimme voll und ganz zu 2 – Stimme zu 3 – Unentschlossen 4 – Stimme nicht zu 5 – Stimme überhaupt nicht zu

Die Fragen der Umfrage  

Ich erkannte, dass die jahrelange Vernachlässigung familiärer/verwandter Beziehungen isolierend war.

Die jahrelange Trennung von meiner Familie und meinen Verwandten hat mich von der Realität der Gesellschaft entfernt.

In den schwierigen Zeiten nach dem 15. Juli die ich durchgemacht habe, bekam ich nicht genügend moralische Unterstützung von meiner Familie / meinem Umfeld.

Jahrelang lebte ich mit dem Gefühl „Ich bin in wichtige Tätigkeiten involviert, ich bin kein gewöhnlicher Mensch, ich wurde für diesen Job auserwählt“.

Ich wünschte, ich hätte während meiner Studienzeit mehr von den akademischen und sozialen Möglichkeiten des Campus und als normaler Universitätsstudent profitiert.

Da mich einige religiöse Rituale und Praktiken an meine „Gemeinde“-Jahre erinnern, entspannt mich das Abstandhalten.

Der bindende Aspekt des Geheimen war, dass sie den Menschen das „Unbekannte“ präsentierte.

Im Geheimen hatte ich den Gedanken, dass “was immer ich tue, die Hizmet mich irgendwie retten wird”.

Ich bin weit davon entfernt, auch in der Moschee in Gemeinschaft zu beten.

Ich hoffe immer noch auf eine glückliche Zukunft ab diesem Alter.

Ich hinterfrage den Sinn des Lebens, ich kann nicht sagen, dass meine Lebensfreude sehr stark ist.

Seit meiner Kindheit möchte ich mich mehr mit Kunst/Literatur/Philosophie beschäftigen.

Um mich selber Rehabilitieren zu können versuche ich/möchte ich ein Hobby haben.

Ich fühle mich glücklich, dass ich das Geheime (Mahrem) verlassen habe.

Ich wäre gerne ein normaler Mensch, wie Menschen draußen auf der Straße.

Ich kann sagen, dass ich meine geheimen Jahre vermisse.

Meine dominanten Gefühle gegenüber dem Gemeindesystem und seinen Verwaltern sind „Wut und Empörung“.

Ich liebe immer noch “Hodjaefendi”.

Ich möchte all meine Erfahrungen hinter mir lassen und sie vergessen.

Ich versuche, für meine Familie und die, die mich lieben, zu leben.

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