Zunächst einmal möchte ich Ihnen danken, dass Sie als Vermittler dabei sind, der Öffentlichkeit die verborgenen Aspekte, Erfahrungen und Bedauern der Gülen-Gemeinde mitzuteilen, die seit Jahren als geschlossene Kiste angesehen wird und den Kurs unseres Landes negativ beeinflusst hat durch intransparente Arbeitsweise. Ich denke, dass das, was auf diesem Platz hier geteilt wird, eine Erhellung (Licht) im Geist und Gewissen von Menschen sein wird, die bereits mit der Gemeinschaft sympathisieren oder sich als Mitglieder der Gemeinschaft sehen.
Als jemand, der ungefähr 10 Jahre in der Gemeinde verbracht hat, möchte ich Ihnen von Zeit zu Zeit einige Ereignisse mitteilen, die ich miterlebt habe und für wichtig halte. In der ersten Phase möchte ich über meine Erfahrungen mit der Gemeinde schreiben, wie sie den Mitgliedern von KPPS-Häusern (Auswahl Prüfung für die Einstellung als Staatsbeamter) die Prüfungsfragen geben hat.

Geboren wurde ich als jüngstes Kind einer Bauernfamilie mit fünf Kindern in einer Kleinstadt im Distrikt Yüreğir in Adana. Meine drei älteren Schwestern mussten ihre Ausbildung abbrechen, weil sie meiner Familie nach dem Abschluss der Grundschule aus finanziellen Gründen im Traubengarten und bei der Gartenarbeit helfen mussten. Mein Bruder hingegen konnte gerade noch die Handelsoberschule abschließen. Ich besuchte die Grundschule und die weiterführende Schule in der Dorfschule in unserer Nachbarschaft.
Als ich Zeuge der finanziellen Schwierigkeiten und Anstrengungen wurde, die meine Familie durchmachte, schwor ich mir, in jungen Jahren zu studieren, Beamter zu werden und zum angenehmen Leben meiner Familie beizutragen. Die Gemeinde habe ich in den Lise (Gymnasium) Jahren kennengelernt.
In der 2 Klasse des Gymnasiums gewann ich ein Stipendium von 80 % für den Nachhilfekurs IŞIK (Licht), von dem ich später erfuhr, dass es der Gemeinde angegliedert war, sowie von anderen Nachhilfekursen in unserem Bezirk, die als gut angesehen wurden. Da ich von diesem Nachhilfekurs den meisten Rabatt erhielt, habe ich mich bei den IŞIK-Nachhilfekurs angemeldet, um meine Familie nicht zusätzlich zu belasten.

In der 2 Klasse der des Gymnasiums und später ging ich auf diesen Nachhilfekurs und erzielte genügend Punkte in der Universitätsprüfung und platzierte mich in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Gazi-Universität.
Ich wünschte, meine Familie hätte eine gute finanzielle Situation und ich wäre in einen bezahlten Nachhilfekurs gegangen und hätte nie dies Gemeinde kennengelernt, die mir das Leben schwergemacht hatte. Vielleicht würde ich einen durchschnittlichen Beamtendienst meiner Träume erringen und ein unabhängigerer und selbstbewussterer Mensch werden, der versucht, seiner Familie zu helfen.

Mit der Anleitung meines Beratungslehrers im IŞIK wohnte ich während meiner Studienzeit im Studentenhaus der Gemeinde in Ankara. Mein erstes Ziel war es, so schnell wie möglich mein Studium abzuschließen und als Beamter zu arbeiten. Ich habe ich die gestellten Aufgaben von der Gemeinde, abgesehen davon, dass ich den Schülern der Sekundarstufe, die ins Haus der Gemeinde gekommen sind, beim Unterricht zu helfen, negativ betrachtet und nicht sehr freiwillig verrichtet. Da ich den Schulunterricht nicht versäumen wollte und hart für die Prüfungen arbeitete, beschlossen die Brüder der Region, nach einigen Vorschlägen, dass ich den Schülern der Sekundarstufe die in die Häuser kamen nicht bei dem Unterricht behilfliche sein musste.
Im letzten Jahr an der Universität fing ich an, unter der Anleitung der regionalen Brüder, im KPSS (Arbeits-) Haus mit den Studenten des letzten Semesters zu bleiben, die an anderen Universitäten in Ankara studierten und im Gemeindehaus wohnten, um sich auf die Berufsprüfungen vorzubereiten. Darüber hinaus war ich berechtigt, einen KPSS-Kurs in einer privaten Lehreinrichtung mit 100% Stipendium zu besuchen, da ich meinen Unterricht genau verfolgte und unter die ersten drei der Abteilung kam. Da ich mich ernsthaft auf die Prüfungen vorbereitete, erhielt ich das Recht, an den schriftlichen Prüfungen fast aller Institutionen teilzunehmen, indem ich in der KPSS-Prüfung (Auswahlprüfung für die Einstellung als Beamter im öffentlichen Dienst) eine Punktzahl von über 90 erzielte.

Meine anderen Mitbewohner, die vor der KPSS-Prüfung im Studienhaus geblieben waren, kamen am Abend vor der Prüfung zum Haus des Bruders, der für das Studienhaus verantwortlich war. Als meine Freunde nicht nach Hause kamen, obwohl es Mitternacht war, schlief ich, bevor es zu spät wurde, weil ich am nächsten Tag die Prüfung machen würde. Daher wusste ich nicht, wann die anderen Freunde nach Hause kamen. Am Morgen verließen wir nach einem kurzen Frühstück das Studienhaus, um zu den Schulen zu gehen, wo wir mit meinen Mitbewohnern die KPSS-Prüfung ablegen sollten.
Als die Prüfungsergebnisse bekannt gegeben wurden, erzielten einige meiner Mitbewohner, die nicht in die KPSS-Nachhilfekurs gingen, deren Schulunterricht mittelmäßig war und die sich mittelmäßig auf die Prüfung vorbereiteten, ebenfalls etwa 85-90 Punkte. Sogar meine Freunde, deren Englisch sehr schlecht war hatte bei der Prüfung mehr richtig Antworten gehabt als ich. Nachdem die Prüfungsergebnisse bekannt gegeben worden waren, lachten mich einige meiner Freunde aus, mit denen ich im selben Haus wohnte, indem sie sagten, dass es mir nicht besonders geholfen hätte, in den privaten Nachhilfekurs gegangen zu sein, da sie genauso viele Punkte wie ich erhalten hätten und berechtigt seien, an viele Prüfungen von Behörden teilzunehmen. Nach den Entwicklungen in unserem Land nach dem 17./25. Dezember und dem 15. Juli, als die illegalen Aktivitäten der Gemeinde in der Öffentlichkeit/Presse beredet wurden, begann ich die Aktivitäten der Gemeinde, in der ich mich für eine Weile befand, zu hinterfragen.
Als Ergebnis der in diesem Rahmen durchgeführten Untersuchungen, als sich herausstellte, dass die Prüfungsfragen vieler Institutionen in unserem Land seit langem von der Gemeinde verteilt wurden, habe ich meine bisherigen Erfahrungen überdacht und zu dem Ergebnis gekommen, dass der große Bruder der für das Arbeitshaus verantwortlich war, die Freunde mit denen ich gemeinsam in die KPSS Prüfung gehen sollte unter dem Vorwand eines Treffens einlud und die KPSS Fragen in seinem eigenen Haus aushändigte.
Ich glaube, dass mir KPSS-Fragen nicht gegeben wurden, weil die verantwortlichen Brüder in der Versammlung dachten, dass ich eine hohe Punktzahl in der Prüfung erreichen würde, weil mein Universitätsdurchschnitt hoch war und ich zu einer kostenlosen privaten Lehreinrichtung ging oder sie mir nicht genug vertrauten.
So der Wille Allahs, ich bin froh, dass er mir kein solches Angebot gemacht hat und ich nicht in die Rechte von fast einer Million Studenten genommen habe, die die KPSS-Prüfung abgelegt haben. Denn die wenigsten Menschen, die unter Prüfungsstress leiden und die durch das Handeln mit der Gemeinschafts-(Herden-)Psychologie lange Zeit ihres freien Denkens und ihrer Individualität beraubt wurden, können einem solches Angebot, nicht wiederstehen.
Später bestand ich auch die schriftlichen Prüfungen der MASAK, des Staatssekretärs für Finanzen, des Staatssekretärs für Außenhandel und der Inspektionsstelle der SGK mit meinem eigenen Wissen, ohne dass ich die Prüfungsfragen von den Brüdern bekommen habe. Die Brüder im Arbeitshaus sagten aber dass ich auch an den Prüfungen für Institutionen wie die Zentralbank, BDDK, Wettbewerbsbehörde, Außenministerium teilnehmen soll und da meine Punktzahl für Fremdsprachen hoch ist, wäre es für die Gemeinde besser einen Job in einer dieser Institutionen zu bekommen. Ich nahm die Aussagen der Brüder nicht ernst und nahm an allen Bewerbungsgesprächen von Behörden teil, deren schriftliche Prüfung ich bestanden hatte. Ich nahm alle Bewerbungsgespräche ernst, da ich meiner Familie keine last mehr sein wollte. Ich war jedoch sehr enttäuscht, da ich nach den Gesprächen dieser Behörden nicht bestanden habe.
Später kam ich zu dem Ergebnis, vom dem was ich alles vernommen und in Erfahrung gebracht habe, dass die großen Brüder in der Gemeinde eine Referenz für die Studenten -die vorbereitete wunden für die Behörden, die ihnen entsprachen und Mitglieder der Gemeinde- waren, damit diese in die Institution eintreten können. Meinen Namen nannten sie der Bewerbungskommission (sie waren keine Referenz für mich) nicht; Da ich weder mit Politik noch mit Bürokratie wirklich einen einflussreichen Bekannten hatte, kam ich zu dem Schluss, dass ich aus diesem Grund aus den Interviews ausgeschlossen wurde, obwohl ich eine hohe Punktzahl erhielt.
Als ich bei den ersten drei Vorstellungsgespräche nicht bestanden hatte, begann ich mich auf die schriftliche Prüfung der BDDK (Banken Aufsichtsbehörde) vorzubereiten, für die ich mich unter der Lenkung meiner Brüder bewarb. Am Tag vor der BDDK-Prüfung lud mich der für das Arbeitshaus verantwortliche Bruder in ein anderes Arbeitshaus ein.
Ein verantwortlicher Bruder, der Erziehungsberater war, kam in das Arbeitshaus, in dem ich war und ließ mit mir zusammen drei Studenten, schwören, dass wir niemandem sagen sollten, was heute in diesem Raum gesprochen wird und gab uns die schriftlichen Prüfungsfragen auf dem A4-Blatt, damit wir diese lösen und verließ das Haus. Zusammen mit den anderen Schülern im Raum versuchten wir, die Fragen jedes Bereiches zu lösen, dass uns vom Bruder hinterlassenen wurde. Da die im klassischen Stil gestellten schriftlichen Prüfungsfragen recht schwierig waren, konnten wir die meisten Fragen nicht vollständig lösen.
Jetzt kann ich besser verstehen, warum die Gemeindemitglieder in der BDDK-Prüfungskommission so schwierige Fragen gestellt haben, um zu verhindern, dass nicht die zur Gemeinde gehörende Studenten, die sie als Negative bezeichnet wurden, die Prüfung gewinnen und dass sie durch das Durchsickern lassen der Fragen an Mitglieder der Gemeinde, nur den Grundstein dafür gelegt haben, dass ihre eigenen Leute gewinnen.
Andererseits kam der Bruder, der ein Bildungsberater war, spät abends wieder nach Hause und sagte, dass einige Brüder aus der Gemeinde, die einen Master-Abschluss hatten, die schwierigen Fragen lösten und die richtigen Lösungen für die Fragen brachten, die wir nicht konnten lösen. Wir lernten die Lösungen der Fragen auswendig, die wir selbst gelöst hatten und deren Lösungen, die der Bruder mitgebracht hatte und jeder ging danach nach Hause. Der Bildungsberater Bruder sagte, dass es ausreichen würden genug Fragen zu beantworten, um die 70 Punkte-Schwelle in jedem Bereich zu überwinden, es wäre richtig, wenn jeder von uns eine andere Frage beantworten würde und dass wir bis zum Ende der Prüfung blieben sollen und er warnte uns, dass wir über die Schwierigkeit/Leichtigkeit der Prüfungsfragen etc. mit niemanden reden sollen.
Am nächsten Tag verließen wir das Haus, um die schriftliche Prüfung des BDDK abzulegen. In der Prüfung wurden mir die gleichen Fragen gestellt, die ich am Tag zuvor gelöst hatte. Nachdem ich genügend Fragen beantwortet hatte, um genügend Punkte zu bekommen, wartete ich auf die Bekanntgabe der Ergebnisse. Wie erwartet habe ich die schriftliche Prüfung bestanden und mich für das Vorstellungsgespräch qualifiziert. Ehrlich gesagt konnte ich wegen den Gewissensbissen mich über den Erfolg, den ich mit der Unterstützung der Gemeinde erzielt und die Rechte anderer Kandidaten geraubt hatte, nicht so freuen, wie über die Erfolge, die ich Eigenständig erlangt hatte. Außerdem konnte ich nicht akzeptieren, dass ich zu Unrecht aus den Vorstellungsgesprächen der Institutionen ausgeschlossen wurde, deren schriftlichen Prüfungen ich ohne Unterstützung von irgendjemandem bestand hatte.
Die Brüder, die wollten, dass ich effektive Referenzen für die Vorstellungsgespräche der Behörden finde, an denen ich zuvor mit eigenen Willen teilgenommen und die schriftlichen Prüfungen gewonnen hatte, sagten, dass ich keine Referenz für das Vorstellungsgespräch der BDDK finden müsse, dessen schriftliche Prüfung ich mit ihrer Unterstützung gewann und dass es genügen würde, mit Kaltblütigkeit und ohne Aufregung zum Vorstellungsgespräch zu gehen.
Im Endeffekt wurde ich von den Prüfungen ausgeschlossen, die ich aus eigener Kraft gewonnen hatte und nachdem ich das BDDK-Vorstellunggespräch ganz im Einklang mit der Planung/Agenda der Gemeinde gewonnen hatte begann ich als Experte dort zu arbeiten.
Ich bin nur einer der jungen Menschen, die von der Gemeinschaft, die sich als eine Bewegung darstellt, die Allah und dem Islam dient und rücksichtslos, die reinen, armen und intelligenten anatolischen Söhne für ihre illegalen Zwecke/Agenda ausgenutzt wurde. Jahrelang hat die Gemeinde, mit dem entwenden der Zentralen-, Behördenprüfungen, Tausende von jungen Menschen wie mich zum Teilhaber, für ihre eigenen Zwecke, auf einer gewissenlosen-, rechtswidrigen-, Islamwidrigen und Moslems nicht entsprechenden Art für ihre eigene Kriminalität und Sünden gemacht.
Das Erteilen der Prüfungsfragen war das wichtigste Werkzeug, das von den Brüdern der Gemeinde benutzt wurde, um viele anatolische Jugendliche wie mich, die darum kämpften, sich zu individualisieren und aus eigener Kraft zu überleben, vollständig unter Kontrolle zu bringen und ein Gefühl der Verpflichtung zu vermitteln.
Ich kann Allah nicht genug dafür danken, dass mir den Verstand gegeben hat damit ich in der Lage war, das richtige und das Falsche zu unterscheide und somit die illegalen Aktivitäten der Gemeinde zu erkennen, indem ich die Fehler der Gemeinde hinterfragte, selbst wenn es zu spät ist. Wir werden Zeuge davon, dass ein großer Kreis von Gebildeten und Kultivierten, die den Sünden und Rechtswidrigkeiten der als Gemeinde/Hizmet (Dienen) akzeptierten Struktur, die in der letzten Zeit herum schweben, selbst miterlebet haben oder selber für diese kriminellen Handlungen die Anweisungen geben haben ihren Verstand und ihr Gewissen nicht in Bewegung setzen.
Später, nach dem 15. Juli, wurde ich per Dekret aus der BDDK ausgeschlossen und arbeite derzeit als versicherter Buchhalter in Istanbul mit einem Finanzberater, der ein Bekannter ist. Ich bin Allah ewig dankbar dafür, dass er mir den Wert des verdienten Geldes mit Schweiß im Angesicht erkennen ließ. Ich hoffe, dass mein Erlebtes, welches ich als eine Laune des Schicksals gelebt habe, eine Lehre für meine eigenen Kinder und alle Jugendlichen sein wird, die versucht werden von ihren nationalen und moralischen Werten zu lösen, indem man sie Generation Z nennt.
Ich hoffe das mit dem Vorsatz „(Klug und Reif) Gläubige kann man nicht zweimal durch dasselbe Loch drängen und beißen“, die Gymnasiasten und meine jungen Brüder im Schul- und Universitätsalter in unserem Land im Rahmen der Umstrukturierungs-/Wiederbelebungsmaßnahmen der Gemeinde nicht in dieselben Fehler/Fallen tappen.
Möge der Allmächtige Allah dazu beitragen, dass diese Menschen, die sich Mitglieder der Gemeinde oder Freiwillige im Hizmet (Dienst) nennen, mit Verstand und Gewissen handeln und so schnell wie möglich den rechtmäßigen Weg erreichen.
